Studie: Beim Wohnen setzen Deutsche auf Gemütlichkeit und den eigenen Stil
12.6.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Allgemein
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Die Menschen in Deutschland wünschen sich vor allem eine gemütliche Wohnung. Dabei sollte sie aber praktisch und pflegeleicht sein und die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Und: Die Einrichtung sollte möglichst preiswert sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur an der Leibniz Universität Hannover.
Mehr als 1500 Erwachsene wurden zum Thema Wohnerleben und Wohnverhalten befragt. Wie das Online-Portal juraforum.de berichtet, nennt die Studie nicht nur aktuelle Befragungsergebnisse. Sie vergleicht diese auch mit den Vorlieben der Deutschen zum Thema Wohnen vor 20 Jahren. Verändert hat sich in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten aber nicht sehr viel. Das Wohnzimmer, das heute auch gern als Wohn-Ess-Zimmer kombiniert wird, ist für 90 Prozent der Befragten der wichtigste Raum. Drei Viertel der Befragten gaben an, die meiste Zeit daheim dort zu verbringen und sich in diesem Raum auch am wohlsten zu fühlen.
Damals wie heute unterscheiden die Menschen die Räume ihrer Wohnung noch immer nach Funktionen. Für sie ist das Schlafzimmer vor allem zum Schlafen, die Küche für den Bereich Essen, das Arbeitszimmer zum Arbeiten da. Einzige Ausnahme: das Wohnzimmer. Für fast alle Befragten übernimmt das Wohnzimmer mehrere Funktionen. Am häufigsten genannt wurden Fernsehen, Besuch empfangen, Lesen, Feiern, Ausruhen oder auch Arbeiten.
Heute wie auch vor 20 Jahren nutzen die Deutschen ihre Wohnung vor allem als privaten Rückzugsraum. Laut Studie ist die eigene Wohnung für die Deutschen ein Ort der Erholung, des Rückzugs, der Zusammengehörigkeit, Selbstverwirklichung und Freizeit. Dieses Verständnis von Wohnraum hat sich in Deutschland nicht erst in jüngster Zeit gebildet. Vielmehr hat sich diese Form des Wohnens in den vergangenen 200 Jahren herauskristallisiert, so die Verfasserinnen der Studie. In der Fachsprache heißt das: „Die Wohnung ist ein nach außen abgeschirmter Raum, wo das Eigene und die Intimgruppe im Zentrum stehen.“
Geändert hat sich in den vergangenen 20 Jahren aber auch etwas. So gewinnen Individualität und Erlebnischarakter auch beim Thema Wohnen zunehmend an Bedeutung. Und die Öffnung der heimischen vier Wände nach außen hin nimmt zu. So empfangen die Menschen heute mehr Besuch daheim als noch vor 20 Jahren. Und: In den Wohnungen wird verstärkt berufliche Arbeit erledigt.
Bei der Gestaltung der Wohnung setzen die Deutschen auf eine Kombination aus Funktionalität, Ansehnlichkeit und Gemütlichkeit. Es gehe nicht im exklusives Wohnen im Sinne von Möbel- oder Baukunst, sondern um eine Mischung aus Gebrauchswert und Wohn-Wohlbehagen.
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