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Kölner Immobilien: Teuer wohnen am Rhein

08.12.2010, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte

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Kölner Altstadt

© fotolia.com/Foustontene

In Kölle weiß man bekanntlich zu feiern – das muss man manchmal vielleicht auch, um zu vergessen, wie viel Geld monatlich für die Wohnung draufgeht. Die Zahlen des aktuellen Mietspiegels der Rheinischen Immobilienbörse zeigen: Besonders kleinere Wohnungen sind teurer geworden – um bis zu 4,6 Prozent in den vergangenen zwei Jahren.

Eine 40-Quadratmeter-Wohnung in mittlerer Wohnlage kostet in der Karnevalshochburg gut 10 Euro pro Quadratmeter – und zwar kalt. Damit sind Münchner Verhältnisse erreicht. Für 60 Quadratmeter große Wohnungen in Köln, die zwischen 1961 und 1975 erbaut wurden und ebenfalls in mittlerer Wohnlage liegen, müssen Mieter 20 Cent mehr pro Quadratmeter zahlen. Der Grund: Für eine günstigere Miete sind die Kölner bereit, weniger Fläche in Kauf zu nehmen. Das gestiegene Interesse an kleinen Wohnungen hatte jedoch auch einen deutlichen Preisanstieg zur Konsequenz.

Für den Mietspiegel wurden rund 17.000 Mietverträge der Rhein-Metropole ausgewertet – insgesamt gibt es derzeit etwa 400.000 Mietwohnungen in Köln. Die Auswertung wird alle zwei Jahre vorgenommen und bietet eine Vergleichsmöglichkeit der Mieten zu den Vorjahren. So lässt sich erkennen, dass die Mieten im Allgemeinen seit dem Jahr 2000 inklusive der Nebenkosten um 19,3 Prozent gestiegen sind. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt mit nur einem Verdiener hatte während des gleichen Zeitraumes nur eine Einkommenssteigerung von 9,2 Prozent.

Laut Michael Schleicher, dem Leiter des Kölner Wohnungsamtes, ist die Marktlage bei den (eigentlich) preiswerten Wohnungen „extrem angespannt“. Besonders Studenten, Berufsanfänger und auch alte Menschen, die auf solche Wohnungen angewiesen sind, haben unter der Situation zu leiden. Zwar versucht die Stadt mit dem Plan, jährlich 1.000 Sozialwohnungen bauen zu lassen, gegenzusteuern – auf das Mietpreisniveau hat das jedoch kaum Auswirkungen. Um die Lage merklich zu entspannen, müssten nach Expertenansicht jährlich mehr als 3.500 Wohnungen neu geschaffen werden.