Immonet News
Nachrichten und Infos über Immobilien – von Immonet

Trotz Krise der Solar-Branche will Regierung Solarförderung drastisch kürzen

13.6.2012, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

Folgende Tags wurden vergeben: , ,

© Wikimedia Commons/ Roto Frank AG

Die Unternehmen in der Solar-Industrie stecken in der Krise. Und die könnte sich bald noch weiter verschärfen. Denn die schwarz-gelbe Regierungskoalition möchte die staatliche Förderung für Solaranlagen 2013 drastisch kürzen. Der stellvertretende CDU-Fraktionschef, Michael Fuchs, spricht von einer Kürzung um 20 bis 25 Prozent pro Jahr.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, begründet die Koalition ihren Schritt mit einer drohenden Überförderung zulasten von Verbrauchern und Unternehmen. Weil die Preise für Solarpanele enorm fallen, sei eine Förderung in bisheriger Höhe nicht mit geltendem Recht zu vereinbaren.

FDP-Energieexperte Klaus Breil bringt sogar einen kompletten Förderstopp ins Gespräch. Schon für das kommende Jahr regt er die Kürzung der staatlichen Zuschüsse für Anlagen auf Freiflächen an. 2015 sollte dann auch die Förderung von Neuanlagen auf Hausdächern eingestellt werden. Entscheidend ist für den FDP-Mann der weitere Preisverfall von Phtotovoltaikanlagen.

Wie es tatsächlich mit der Solarförderung weitergeht, ist noch unklar. Derzeit läuft ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag über die Zukunft der Solar-Subventionen. Auf Kritik bei den Bundesländern stoßen bereits die bisherigen Kürzungspläne.

Ungeachtet der politischen Diskussion verschärft sich die Krise in der Solar-Branche weiter. Nun erwägt die Dresdner Solarwatt AG mit rund 440 Beschäftigten Insolvenz anzumelden. Auslöser ist eine Entscheidung der Aktionäre, wonach die Mehrheit ihre Zustimmung zum vorgesehenen Finanzierungskonzept des angeschlagenen Solar-Riesen verweigerte. Derweil verschiebt der ebenfalls in die Krise geratene Konzern First Solar zunächst seine geplanten Werksschließungen in Frankfurt/ Oder. Unerwartet seien neue Aufträge eingegangen, heißt es von dort.