US-Ferienimmobilien: Strand-Villa zum Schnäppchen-Preis
30.11.2010, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog
Folgende Tags wurden vergeben: Ferienimmobilien, USA, Zwangsversteigerung
Des einen Leid ist des anderen Freud: Die Freude ist in diesem Falle auf Seiten deutscher Amerika-Urlauber, denen ein Hamburger Unternehmen günstige US-Ferienimmobilien vermittelt, die von der Zwangsversteigerung bedroht sind.
Im Zuge der Finanzkrise verloren viele Amerikaner ihren Zweitwohnsitz in Kalifornien und Florida, in denen die ehemals gut Betuchten eigentlich die schönste Zeit des Jahres genießen wollten. Das tun jetzt an ihrer statt einige gut betuchte Deutsche, die die Feriendomizile in Strandnähe günstig noch vor einer Zwangsversteigerung erworben haben.
Verantwortlich für die Vermittlung der Luxus-Immobilien in prekärer Finanzierungssituation ist das Hamburger Unternehmen Dolce Villa. „Kern unseres Geschäfts ist der Verkauf von sogenannten Short-Sales. Das sind Immobilien, die die amerikanischen Banken noch vor der drohenden Versteigerung unter dem noch ausstehenden Darlehensbetrag abgeben”, erklärt Dolce-Villa-Gesellschafter Friedhelm Osada gegenüber Welt online. Sein Angebot reicht von kleinen Apartments im Wert von 30.000 Euro bis zur luxuriösen Villa mit Pool für 700.000 Euro. Aber auch die sei ein echtes Schnäppchen, meint Osada, denn der aktuelle Kaufpreis liege im Vergleich zum Preis von 2005 um 40 bis 60 Prozent niedriger.
Möglich werden solche starken Nachlässe, weil die Banken ein Interesse daran haben, die Immobilien noch vor der Zwangsversteigerung loszuwerden – denn ein Versteigerungs-Verfahren kann sich über Monate hinziehen und bedeutet für die Kreditinstitute einen weiteren Geldverlust. Außerdem werden auf dem US-Markt keine Makler-Gebühren für Käufer fällig. Diese und auch die Nebenkosten werden ausschließlich von den Verkäufern getragen.
Allerdings haben die neuen Hausbesitzer eine jährliche Grundsteuer zu zahlen, die in der Regel deutlich höher als in Deutschland ausfällt. Zusätzlich werden Steuern fällig, wenn die Immobilie an Wert gewinnt und auch von einem Wiederverkauf will der Fiskus profitieren. Die Höhe der Abgaben ist abhängig von der jeweiligen Kommune und davon, wie lange eine Immobilie sich im Besitz befindet.
Mit seiner Geschäftsidee glaubt der umtriebige Geschäftsmann Osada auf eine Marktlücke gestoßen zu sein. Und weil die Vermittlung von Häusern, denen eine Zwangsversteigerung droht, gut funktioniert, hat er jetzt auch Immobilien aus Griechenland ins Programm genommen.
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