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Immobilienkredite: Banken wollen erneut Forderungen im großen Stil verbriefen

02.2.2011, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Finanzen

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Wertpapiere

© fotolia.com/Markus Langer

Alles wieder beim Alten: Seit die Wirtschaft nach der Finanzkrise in vielen Ländern wieder anzieht, kehren auch die Banken wieder zu alten (Un-)Sitten zurück. So mancher Investmentbanker erhielt bereits wieder Millionen als Bonus und nun beginnen auch Finanzinstitute erneut mit der Verbriefung von Immobilienkrediten. Deutsche Bank und UBS planen jetzt den Verkauf von Immobilien-Wertpapieren in Milliardenhöhe.

Seit die Finanzkrise die Märkte weltweit erbeben ließ, konnten Banken mit der Verbriefung von Forderungen aus Immobilienkrediten kein Geschäft mehr machen. Vielmehr galten solche Anlagen als Gift – denn besonders in den USA hatten sich die Verbriefungen massenweise als Schrott-Papiere entpuppt.

Nun geht der Handel in eine neue Runde: Laut Handelsblatt planen Deutsche Bank und die Schweizer UBS im großen Stil die Verbriefung von Ansprüchen, die mit Gewerbeimmobilien besichert sind. Angeblich eruieren die Finanzhäuser momentan die Bereitschaft von Großanlegern, in solche Papiere zu investieren.

Für den miesen Ruf der Anlageform hatten solche Bankhäuser gesorgt, die in der Vergangenheit auch Ansprüche gegen Kreditkunden mit nicht vorhandener Bonität verbrieft hatten – die Papiere waren entsprechend wenig wert. Um diese dennoch verkaufen zu können, schnürten die Anbieter Pakete mit unterschiedlich riskanten Immobilien-Papieren. Investoren konnten den Wert dieser kaum noch einschätzen – und kauften.

Der Handel solcher Anlagen gilt immer noch als sehr schwierig, das Geschäft ist für Bankhäuser jedoch extrem attraktiv: Denn Zahlungsansprüche gegen Kreditkunden belasten die Bilanz – steigen die Kreditausgaben, müssen Banken auch mehr Reserven bilden – und durch Verbriefungen können Kredit-Ansprüche als Wertpapiere verkauft werden. Das bringt frisches Geld in die Kassen – etwa für die Vergabe weiterer Kredite.

Laut Handelsblatt sollen die Wertpapiere von Deutscher Bank und USB mit Einkaufszentren, Hotels und Bürogebäuden unterlegt werden. Ob manche dieser Anlage riskanter Natur sind, ist bisher noch nicht bekannt.