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Vertrauen in Immobilien mildert das Schwächeln der Wirtschaft

15.2.2012, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

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Eurokrise und weltweiter Konjunkturabschwung – die wirtschaftliche Großwetterlage hat auch Deutschland im vergangenen Jahr kalt erwischt. Allerdings kühlte die Konjunktur hierzulande im Vergleich zum Ausland nicht so stark ab. Das liegt nicht zuletzt am Vertrauen der Deutschen in ihre Immobilien.

Zum ersten Mal seit drei Jahren ist die deutsche Wirtschaft Ende 2011 geschrumpft. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Quartal 2011 im Vergleich zum dritten Quartal um 0,2 Prozent. Der Abschwung lag damit um 0,25 Prozentpunkte niedriger als zunächst erwartet worden war. Unterm Strich war 2011 für die deutsche Wirtschaft aber kein so schlechtes Jahr. Das Statistische Bundesamt ermittelte ein Wachsen des BIP um 3,0 Prozent.

Gründe für den Konjunkturabschwung Ende 2011 waren vor allem sinkende Konsumausgaben und ein schwacher Außenhandel. Dass das Minus nicht stärker ausfiel, ist den insgesamt gestiegenen Investitionen zu verdanken. Vor allem in Gebäude investierten die Deutschen kräftig. Der Bausektor hat Ende 2011 deutlich mehr investiert als im vorangegangenen Quartal.

Tatsächlich profitiert die Immobilienbranche eher von der Schuldenkrise in Europa. Es gibt gleich mehrere Faktoren, die eine Geldanlage in Immobilien wieder attraktiv erscheinen lassen: So bewegen sich die Sparzinsen seit Jahren auf niedrigem Niveau. Die Angst vor einer Inflation geht angesichts der angespannten Lage auf den weltweiten Kapitalmärkten um. Insgesamt sehen Anleger im internationalen Finanzgeschehen kaum sichere Anlagemöglichkeiten. Deshalb setzen sie vermehrt auf Investitionen in Wohnungen, Büros und Handelsimmobilien.

Dieser Trend macht sich auch bei den Immobilienpreisen bemerkbar. So stiegen die Angebotspreise von Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland seit Ende 2009 um 3,8 Prozent. Bei den Eigentumswohnungen liegt die Teuerungsrate gar bei 6,4 Prozent. (Weitere Informationen zu Immobilienpreisen finden Sie hier.)

Die Wirtschaftsaussichten sind trotz des Dämpfers Ende 2011 aber alles andere als trübe. Das Marktforschungsunternehmen GfK hat ein so gutes Konsumklima wie seit einem Jahr nicht mehr ausgemacht. Auch die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sind vielversprechend.