Warren Buffet: Immobilien- und Schuldenkrise wird noch lange dauern
15.11.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Immobilienmarkt, USA
Großinvestor Warren Buffet prognostiziert eine lange Durststrecke für die amerikanische Wirtschaft. Der Milliardär, der wegen seiner extrem erfolgreichen Anlageentscheidungen auch „Orakel von Omaha“ genannt wird, sieht weder ein Ende der US-Immobilienkrise noch der europäischen Schuldenkrise.
Nimmt man an, dass die Hellsichtigkeit Buffets sich nicht nur auf Kursentwicklungen beschränkt, verheißt das nichts Gutes für die Entwicklung der US-Wirtschaft. Denn zwar sieht der weise Mann des Investment-Bankings laut Neuer Züricher Zeitung eine leichte Erholung der US-Industrie, jedoch gelte das nicht für die Immobilienwirtschaft. Alle Firmen, die im weitesten Sinne mit Privatimmobilien zu tun hätten, würden immer noch unter der Krise von 2008 leiden. So kranken viele Geldinstitute unter der Zahlungsunfähigkeit von Kreditnehmern, Immobilienbesitzer, ob Banken oder Privatleute, finden keine Käufer für ihre Objekte.
Auch die europäischen Schuldenkrise wird nach Einschätzung Buffets noch lange andauern. Und in der Tat lassen die Entwicklungen in Italien, Spanien und vor allem Griechenland momentan keine Hoffnungen aufkeimen. Zwar stehen sowohl Italien als auch Hellas kurz vor einem Regierungswechsel, ob die neuen Mannschaften jedoch zeitnah etwas an der prekären Situation in ihren Ländern verändern können, ist fraglich. Denn beide Staaten kämpfen mit einer starken Überschuldung während die Wirtschaft lahmt bzw. in Griechenland am Boden liegt. Laut NZZ schätzt Buffet die Regierungswechsel in beiden Ländern als durchaus hilfreich ein, Investoren hätten jedoch das Vertrauen bereits verloren.
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