Weniger Sozialwohnungen in Berlin nach Förderungsstopp
13.2.2012, geschrieben von Christian Storbeck in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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In Berlin schwindet die Anzahl an Wohnungen für Geringverdiener: Im Jahr 2013 werden in der Hauptstadt fast 50.000 Sozialwohnungen weniger zur Verfügung stehen als 2011. Die SPD will die Bedeutung von Wohnberechtigungsscheinen stärken.
162.192 Sozialwohnungen gab es 2011 in Berlin, im Jahr 2013 werden es nur noch 113.603 sein – damit geht nach Informationen der Berliner Morgenpost innerhalb von zehn Jahren jede dritte Sozialunterkunft verloren. Besonders stark trifft es die westlichen Außenbezirke: In Reinickendorf, Spandau und Neukölln verliert fast jede zweite Sozialwohnung ihren Status.
Im Zuge der sich verschärfenden Lage auf dem Wohnungsmarkt sollen Wohnungsberechtigungsscheine (WBS) wieder mehr Bedeutung bekommen. Die ebenfalls von der Reduzierung betroffenen Belegungswohnungen im Ostteil Berlins werden nach Plänen der SPD nur noch an WBS-Berechtige vergeben. Berechtigt ist, wer als Alleinstehender weniger als 16.800 Euro im Jahr verdient oder einen Zweipersonenhaushalt führt mit weniger als 25.200 Euro Jahreseinkommen (plus 700 Euro pro Kind).
Klassische Sozialwohnungen in den westlichen Bezirken soll es ab Mai nur noch für Wohnungssuchende mit besonderem Wohnbedarf geben. Dazu gehören Schwangere, Behinderte, von Räumung bedrohte Menschen oder Hartz-IV-Empfänger, die in eine billigere Wohnung ziehen müssen.
„Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass irgendwann die Sozialwohnungen alle weg sind“, zitiert die Berliner Morgenpost den baupolitischen Grünen-Sprecher Andreas Otto. Dem Senat bleibe laut Otto lediglich der Bestand landeseigener Wohnungsbaugesellschaften, um Menschen mit wenig Geld Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Artikel der Berliner Morgenpost
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