Wohnen auf Sylt besonders teuer: Bis zu 35.000 Euro pro Quadratmeter
07.6.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Die Insel Sylt ist und bleibt das teuerste Pflaster in der Bundesrepublik Deutschland: Dort stehen die wertvollsten Wohnhäuser des Landes. Im Nobelstädtchen Kampen gibt es gleich vier Straßen, in denen Quadratmeterpreise von 28.000 bis 35.000 Euro für Wohnraum fällig werden. Doch auch das Wohnen am Starnberger See oder in Hamburg ist ein kostspieliges Unterfangen.
Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wurden bei Hausverkäufen am Starnberger See im vergangenen Jahr Quadratmeterpreise von bis zu 25.000 Euro erzielt. In Hamburg war der Immobilienkauf im vergangenen Jahr am Harvestehuder Weg besonders teuer. Die höchsten Quadratmeterpreise lagen 2011 dort bei 16.000 Euro. Diese Zahlen gehen aus einer Studie der Immobilienfirma Engel & Völkers hervor. Dazu hat das Unternehmen 1100 seiner Experten befragt sowie die Zahlen von 2000 Verkäufen von Luxusimmobilien verglichen.
Die Experten des Immobilienunternehmens gehen davon aus, dass die Aufwärtsentwicklung der Preise für Luxushäuser weiter anhält. Vorstand Kai Enders rechnet gar mit einer bundesweiten Preissteigerung von zehn Prozent jährlich. Allein im vergangenen Jahr stiegen die Preise in Hamburg um 13 Prozent. Damit erlebte die Elbmetropole den größten Schub im Vergleich zu allen anderen Regionen Deutschlands. Seit drei Jahren kennen die Verkaufspreise nur noch eine Richtung: nach oben. Innerhalb dieses Zeitraums sind die Quadratmeterpreise um 50 bis 60 Prozent gestiegen.
Dabei sind besonders wertvolle Wohnstraßen in der gesamten Bundesrepublik zu finden. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern, wo es in der Regel nur bestimmte Regionen mit Luxusimmobilien gibt, sind solche Objekte hierzulande im ganzen Land zu finden. Engel & Völkers listet insgesamt 18 Orte mit Luxusimmobilien auf, darunter München als teuerste Stadt sowie Wiesbaden, Baden-Baden und Konstanz. Auch in Feriendomizilen wie den Ostfriesischen Inseln, auf Sylt, Amrum, Föhr und Rügen sowie in Bayern am Tegern- und Chiemsee gibt es Luxusobjekte.
Einen dramatischen Preisverfall wie in den USA oder in Spanien halten die Immobilien-Experten in der Studie für unwahrscheinlich. So lebten in Deutschland zum einen noch mehr als die Hälfte der Menschen in Mietwohnungen, sodass eine ausreichende Nachfrage nach Immobilien bestehe. Zum anderen finanzierten die Banken hierzulande nur Käufe, die durch ausreichend Eigenkapital gesichert seien. Und: Wer sich in Deutschland für eine Luxusimmobilie entscheide, benötige in der Regel selbst bei Millionengeschäften gar kein Fremdkapital.
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