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Wohnen ohne Heizung: Das Passivhaus macht’s möglich

14.12.2010, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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Energiesparen ist ein Trend, der jeden angeht. Das beginnt bei kleinen Maßnahmen wie dem Ausschalten von Licht beim Verlassen des Raums. Ein echter Sparfuchs kann aber noch viel weiter gehen. Zum Beispiel, indem er beim Hausbau auf die Heizung verzichtet – mit dem passiven Baukonzept kein Problem.Doch was steckt hinter dieser Idee? Ein Passivhaus ist eine Immobilie, die den Wärmebedarf beim Wohnen überwiegend durch passive Energiequellen deckt. Dazu zählen unter anderen die menschliche Körperwärme, Sonnenstrahlen und die Abwärme von technischen Geräten. Statt einer Heizungsanlage verfügt das Passivhaus über ein Lüftungssystem, das die Wärme verteilt. Ein weiterer Vorteil der Lüftung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauweisen, die luftdicht sind, wird hier eine Luftzirkulation möglich. Diese ist nicht nur energieeffizient, sondern sorgt auch für ein gesundes Raumklima.

Eine starke Dämmung ist neben der Lüftungsanlage der zweite Eckpfeiler des Passivbaukonzepts. Sie reicht vom Dach über die Wände bis unter den Fußboden. Dadurch ist das Passivhaus wie in einem Kokon isoliert und vermeidet so den Verlust von Wärme. Wer im Winter dennoch nicht komplett auf eine Heizung verzichten möchte, kann auf mobile Heizkörper zurückgreifen. Nötig sind diese meist nicht. Damit es im Sommer nicht zur Überhitzung kommt, werden grundsätzlich Sonnensegel, Vordächer und andere Schattenspender in den Bauplan aufgenommen.

Bis zu 8o Prozent an Energiekosten können mit der passiven Bauweise gegenüber den aktuellen Neubau-Standards gespart werden. Darüber hinaus können Passivbau-Komponenten auch bei Modernisierungen von Altbauten angewandt werden. Das Thema ist also nicht nur für Häuslebauer interessant.