Wohnen wird teuer
09.9.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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© Wikimedia Commons/Andreas Praefcke
Zahlreiche Wohnungsbaugesellschaften wollen die Nettomiete erhöhen. Zudem treiben in den Großstädten Wohnungsnot und die Auflagen der Energiesparverordnung die Preise in die Höhe.
Bislang haben deutsche Mieter vergleichsweise günstig gewohnt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Mieten von 1999 bis 2010 im Schnitt um 1,1 Prozent an. Das soll sich jetzt ändern. Im vergangenen Jahr erhöhten nach Angaben der Welt 3.000 im Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zusammengeschlossener Gesellschaften (GdW) die Nettokaltmieten um 2,4 Prozent. 2012 soll sich die Preissteigerung fortsetzen. Die Berliner GSW hat bereits angekündigt, innerhalb von zwei Jahren bei 15.000 Wohnungen die Miete um 6,8 Prozent zu erhöhen. In Nordrhein-Westfalen will die LEG die Mieten um 2,5 Prozent pro Jahr steigern.
„In Berlin, Hamburg, Frankfurt und München wurden zuletzt fast nur Luxusimmobilien neu geschaffen, nicht jedoch Wohnungen im unteren und mittleren Preissegment“, sagt Thomas Beyerle, Chefresearcher der Immobiliengesellschaft IVG, gegenüber der Welt. Viele Kommunen hätten es versäumt, Projektentwickler mit dem Errichten von günstigen Wohnungen zu beauftragen.
Viele Mieter sind derzeit verunsichert und reagieren auf die Ankündigungen mit Protesten. So wehren sich im Ruhrgebiet Mietervereine gegen die Pläne der Wohnungsbaugesellschaften und auch in Berlin gingen bereits Tausende auf die Straße um gegen zu hohe Mieten zu protestieren.
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