Wohnimmobilien im Wert von 10 Milliarden Euro wechseln 2012 den Besitzer
06.10.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Finanzen,Immobilien-Märkte
In diesem Jahr werden voraussichtlich Wohnimmobilien im Wert von 10 Milliarden Euro in Deutschland den Besitzer wechseln. Damit hält die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien an. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden Wohnungen im Wert von rund 8,2 Milliarden Euro verkauft. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.
Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft CBRE in ihrer Untersuchung zum Markt für Wohnungsportfolios in Deutschland. Die Zahlen des dritten Quartals zeigen demnach: Deutsche Wohnungsportfolios sind vor allem bei institutionellen Immobilieninvestoren sehr gefragt. Dabei ist Berlin der Investitionsmarkt Nummer Eins in Sachen Wohnungsinvestments in Deutschland.
Insgesamt kommt CBRE zu der Erkenntnis, dass in deutschen Metropolen und aufstrebenden Regionalzentren die Nachfrage deutlich das Angebot an verfügbaren Wohnimmobilien übersteigt. So gebe es dort deutlich mehr interessierte Investoren als verfügbare Wohnungen, die zum Verkauf stehen.
Dabei sind die Investoren vor allem auf der Suche nach größeren Wohnungspaketen ab 50 Wohneinheiten. In diesem Segment stieg das Transaktionsvolumen allein in den ersten neun Monaten 2012 um 1,58 Milliarden auf insgesamt rund 8,18 Milliarden Euro. Nach Angaben von CBRE wurden bei 147 registrierten Portfoliotransaktionen rund 149.000 Wohneinheiten mit insgesamt mehr als 9,6 Millionen Quadratmetern Wohnfläche gehandelt.
Ein Grund für die deutlichen Zugewinne sind auf vier Großtransaktionen in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Dabei flossen allein insgesamt 4,58 Milliarden Euro. 91.500 Wohneinheiten wurden in nur vier Transaktionen veräußert. Darunter ist auch ein Geschäft mit einem LBBW-Portfolio, das an ein Konsortium aus institutionellen Investoren unter der Führung der Patrizia Immobilien AG verkauft wurde. Allein diese Transaktion hatte einen Wert von 1,435 Milliarden Euro.
Die Beratungsgesellschaft CBRE geht davon aus, dass der Trend, in Wohnpakete in deutschen Metropolen und Universitätsstädten zu investieren, weiter anhält. Wo ein knappes Wohnraumangebot vorherrsche, sei das Interesse an Wohnimmobilien ungebrochen.
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