Zarter Hoffnungsschimmer für Irlands Immobilienmarkt
10.7.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Immobilienkrise, Irland
Mit dem Platzen der Immobilienblase in Irland geriet die Wirtschaft des Landes in starke Turbulenzen. Nun registriert die Statistikbehörde des Landes erstmals eine leichte Erholung auf dem Immobilienmarkt in Irland. Experten bewerten das kleine Pflänzchen Hoffnung aber noch sehr skeptisch.
Von einer Trendwende mag in Irland derweil noch niemand sprechen. Dennoch gibt laut faz.net eine kleine Zahl neue Hoffnung: Um 0,2 Prozent stieg laut Statistikbehörde CSO der durchschnittliche Preis für Häuser und Apartments in Irland im Mai im Vergleich zum Vormonat. Damit stiegen die Preise für Wohnimmobilien erstmals seit September 2007. In Dublin legten die Hauspreise im Mai gar um 0,5 Prozent zu, und zwar im dritten Monat in Folge. Insgesamt sind die Immobilienpreise jedoch immer noch deutlich niedriger als zum Jahresanfang und im Vergleich zum Vorjahr.
Experten äußern sich bisher nur sehr verhalten optimistisch: „Das ist eine gute Nachricht, aber wir sollten sie nicht überbewerten“, zitiert faz.net Conall Mac Coille, den Chefökonom des irischen Wertpapiermaklers Davy. Der statistischen Zahl läge eine überschaubare Anzahl von Transaktionen zugrunde.Insgesamt sei auf dem Immobilienmarkt in Irland kaum Bewegung: Wer nicht verkaufen müsse, schrecke aus Angst vor hohen derzeit davor zurück.
Die Preise für Wohnimmobilien sind in Irland in den vergangenen Jahren stark eingebrochen. Heute erzielen Verkäufer durchschnittlich die Hälfte von dem, was eine Immobilie noch vor fünf Jahren eingebracht hätte. Experten gehen davon aus, dass sich der irische Immobilienmarkt erst dann erholt, wenn die Banken wieder großzügiger Immobilienkredite vergeben. Die Zahl der ausgegebenen Immobiliendarlehen ist in den vergangenen fünf Jahren um insgesamt 80 Prozent zurückgegangen. Dennoch ist die private Schuldenlast der Iren hoch. Privatleute haben Probleme, ihre Raten zu bezahlen. Wie die irische Notenbank ermittelt hat, war zu Anfang des Jahres jeder zehnte private Hypothekenschuldner des Landes mehr als drei Monate im Zahlungsrückstand. Die Arbeitslosenquote ist auf 14,8 Prozent gestiegen.
Wie gesagt ein noch sehr zarter Hoffnungsschimmer in einer allgemein eher trüben Lage.
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