Zuviel Hygiene im Haus kann krank machen
19.3.2012, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Design
Folgende Tags wurden vergeben: Frühjahrsputz, putzen
Haushaltsmuffel können aufatmen: Zu viel Putzen ist ungesund. Vor allem Desinfektionsmittel sind beim anstehenden Frühjahrsputz überflüssig. Denn wer Keimen und Bakterien mit viel Chemie auf den Pelz rückt, riskiert schwere Gesundheitsschäden bis hin zur Veränderung des Erbgutes.
Wer seine Wohnung oder sein Eigenheim in diesen Tagen so richtig auf Vordermann bringen möchte, braucht laut Focus dafür nur vier Dinge. Für Fußböden und Fliesen sowie alle glatten Oberflächen ist ein Neutralreiniger ausreichend. Mit Scheuermilch können Sie bedenkenlos gegen hartnäckigen Schmutz zu Felde ziehen. Einfaches Spülmittel tut’s beim Fensterputzen, Zitronensäure oder Haushaltsessig sind ausreichend gegen Kalkablagerungen im Badezimmer.
Desinfektionsmittel haben dagegen im Putzmittelschrank nichts zu suchen. Das Umweltbundesamt und Verbraucherschützer raten von allzu viel Chemie ab. Mit Hygiene habe das in der Regel nämlich nichts zu tun. Desinfektionsmittel und antibakterielle Reiniger können zum Beispiel die Hautflora angreifen und Allergien und Ekzeme auslösen. Sie verringern die körpereigenen Abwehrkräfte und machen damit erst recht den Weg frei für Krankheiten. Einige Desinfektionsmittel verändern gar das Erbgut oder erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken.
Eine übertriebene Hygiene schadet auch Kindern mehr als sie nützt. Denn alle Keime, mit denen Kinder natürlicherweise in Wohnräumen in Verbindung kommen, unterstützen den Aufbau des kindlichen Immunsystems. Wer in nahezu keimfreier Umgebung aufwächst, ist wesentlich anfälliger für Erkrankungen.
Auch die Umwelt leidet unter allzu kleinlichen Frühjahrsputzern. Denn viele chemische Putzmittel töten die Mikroorganismen im Wasser. Das stört nicht zuletzt die Funktion von Kläranlagen.
Wer sich beim Frühjahrsputz – ganz ohne störende Chemie – so richtig verausgabt, tut ganz nebenbei etwas für seine Fitness. So verbraucht ein 70 Kilogramm schwerer Mensch zum Beispiel beim Fensterputzen in 15 Minuten etwa 83 Kilokalorien, beim Staubwischen sind es in der gleichen Zeit etwa 37 Kilokalorien. Effektiv ist auch das Schrubben der Badfliesen: Macht 74 Kilokalorien je Viertelstunde.
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