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Zwangsgeld für Zensus-Verweigerer

09.3.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Statistisches Bundesamt

Wer bei der Volkszählung „Zensus“ im vergangenen Jahr geschludert hat, muss möglicherweise bald ein Zwangsgeld zahlen. Die Statistikämter der deutschen Bundesländer wollen säumige Auskunftspflichtige anschreiben und zur Kasse bitten.

So hat allein das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) bereits mehr als 200.000 Mahnungen verschickt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Wer jetzt nicht innerhalb von vier Wochen den Bescheid nachliefert, muss ein Zwangsgeld zahlen.

In NRW wurden im Rahmen des Zensus 2011 insgesamt vier Millionen Haushalte  befragt. So viele Fragebögen hat das IT.NRW im vergangenen Frühjahr verschickt. Neben ausgewählten Bürgern, die unter anderem Angaben zu ihren Lebensumständen und ihrem Beruf machen mussten, wurden auch 17,5 Millionen Eigenheimbesitzer in ganz Deutschland angeschrieben. Sie wurden verpflichtet, Daten zum Baujahr ihrer Immobilie, zur Anzahl der Wohnungen, zur Heizungsart und zu den Eigentumsverhältnissen preiszugeben.

Nicht jeder säumige Befragte wird seine Auskunft bewusst verweigert haben, vermutet Claudia Key von IT.NRW. Viele hätten schlichtweg die Fragebögen verlegt oder einfach vergessen zu antworten, so Key.

Wie viel Geld den Zensus-Schluderern droht, hängt von der Art der Befragung ab. Bei Immobilienbesitzern mit bis zu drei Immobilien könnten zum Beispiel 300 Euro Zwangsgeld angesetzt werden.

Wer noch einmal das Wichtigste zur Volkszählung 2011 nachlesen möchte, findet Informationen unter www.zensus2011.de.