Zwangsversteigerungen in den USA: Milliarden für ehemalige Hausbesitzer
08.1.2013, geschrieben von Cindy in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
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Im Zuge der Finanzkrise in den USA haben mehr als eine Million Amerikaner ihre Häuser durch Zwangsversteigerungen verloren. Weil aber viele von ihnen fehlerhaft vollzogen wurden, können die Opfer von Zwangsversteigerungen in den USA nun mit Rückzahlungen von ihren Banken rechnen.
Wie die Welt berichtet, haben zehn Institute, die als Hypotheken-Dienstleister die Zwangsversteigerungen vorantrieben, zugesichert, insgesamt 8,5 Milliarden Dollar an die Geschädigten zu zahlen. Damit kaufen sich die Hypotheken-Dienstleister von weiteren Sanktionen frei. Denn im Gegenzug erklärt sich die Regulierungsbehörde OCC bereit, auf eine Einzelprüfung der Verfahren zu verzichten.
Rund 3,8 Millionen Kreditnehmer dürfen nun mit Ausgleichszahlungen in Höhe von bis zu 125.000 Dollar rechnen. Wie viel Geld sie bekommen, liegt an der Schwere der Verstöße gegen das geltende Recht bei Zwangsversteigerungen.
Das Verfahren kommt auf Drängen der US-Regierung in Gang. Sie hatte die Dienstleister im Frühjahr 2011 dazu aufgefordert, eventuelle Fehler bei Zwangsversteigerungen zu überprüfen. Auf den Vergleich haben sich unter anderem die Bank of America, Citibank, J.P. Morgan und Wells Fargo eingelassen. Sie hatten die Hypothekenkredite nicht selbst vergeben, traten aber als Dienstleister für die Kreditgeber auf und arbeiteten unter anderem ähnlich wie ein Inkasso-Büro, um ausstehende Zahlungen einzutreiben.
Im Zuge der Immobilien- und Finanzkrise in den USA hatten Millionen Eigenheime rasant an Wert verloren, gleichzeitig stiegen die Zinszahlungen. Die Folge: Wer seinen Kredit nicht mehr bezahlen konnte, erzielte bei einem Verkauf zum Teil erhebliche Verluste oder musste in die Zwangsversteigerung.
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