Zwangsverteigerungen: Weniger Häuser unter dem Hammer
03.1.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
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Die wirtschaftliche Erholung sorgt dafür, dass in Deutschland weniger Häuser und Wohnungen per Zwangsversteigerung verkauft werden.
Die deutsche Wirtschaft kommt zunehmend in Schwung – und das macht sich auch auf dem Immobilienmarkt bemerkbar: So sank die Zahl der Zwangsversteigerungen in Deutschland im Jahr 2011 um 5,1 Prozent. Amtsgerichte registrierten im vergangenen Jahr „nur noch“ 82.000 Versteigerungstermine von Immobilien – das meldete der Ratinger Fachverlag Argetra.
Und der Trend hält an: Für das Jahr 2011 rechnet der Verlag mit einer weiteren Entspannung auf dem Immobilienmarkt. „Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit geht einher mit dem Rückgang der Zwangsversteigerungen“, sagte Argetra-Sprecher Winfried Aufterbeck.
Vor rund acht Jahren, nach dem Platzen der Internetblase, schnellt die Zahl der Zwangsversteigerungen erstmals stark in die Höhe: Damals stieg die Zahl von rund 80.000 Versteigerungen 2001 auf 88.000 im folgenden Jahr, 2005 verloren sogar mehr als 92.500 Menschen ihre Immobilien an die Banken.
Privatpersonen waren am häufigsten von der finanziellen Zwangslage betroffen: Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen machten wie auch in den Jahren zuvor rund ein Drittel der Versteigerungsmasse aus. Gewerbeimmobilien und Geschäftshäuser waren mit 26 Prozent betroffen, der Rest waren Grundstücke und Garagen.
Insgesamt belief sich der Verkehrswert der Versteigerungen 2010 auf 13,62 Milliarden Euro und fiel damit um 9,8 Prozent. In Hamburg, Berlin und Bayern kamen besonders teure Immobilien unter den Hammer: In der Hauptstadt kostete ein versteigertes Eigenheim durchschnittlich 286.331 Euro, in der Hansestadt 402.969 Euro und die bavarischen Immobilien wurden im Schnitt für 232.152 Euro verkauft.
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